Gerhard Lehmbruch – Wissenschaftler und Werk
Eine kritische Würdigung
Gerhard Lehmbruch gehört zu den prägenden Vertretern der modernen deutschen Politikwissenschaft. Als Professor in Heidelberg, Tübingen und Konstanz forschte er über Verhandlungsdemokratie und politische Interessenvermittlung im internationalen
Vergleich sowie die Politik in Deutschland. Seine These vom Strukturbruch zwischen den föderalen Institutionen und dem Parteienwett- bewerb der 1949 gegründeten Bundesrepublik hat weite Beachtung gefunden. Clemens Jesenitschnig beschreibt den wissenschaftlichen Werdegang und die wichtigsten Forschungs- leistungen dieses eminenten deutschen Politik- wissenschaftlers. Er untersucht, inwiefern sich fachgeschichtliche Entwicklungen in Lehmbruchs Werk wiederfinden und wie der gegenseitige Einfluss zu bewerten ist. Im Rahmen einer kritischen Gesamtwürdigung kommen auch konträre Stimmen zur Sprache. Der Autor spannt dabei einen großen Bogen von Lehmbruchs Forschung über Konkordanz- demokratien und Staat-Verbände-Beziehungen bis hin zum politischen System Deutschlands unter dem Schlagwort „Parteienwettbewerb im Bundesstaat“.
 
Tectum Verlag, Marburg, 2010, 209 S., Broschur, ISBN 978-3-8288-2509-3, 24,90 Euro.
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Stimmen zum Buch
„Jesenitschnig hat mit seiner Magisterarbeit eine fundierte, tiefenscharfe, vorzüglich nachprüfbare und von ausgezeichneter Sachkenntnis, Methodenkenntnis und Begriffs- und Theoriewissen geprägte Abhandlung vorgelegt. (...) außerordentlich eindrucksvoll.“
Prof. Manfred G. Schmidt, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Heidelberg.

„(Jesenitschnig) gelingt es überzeugend, nicht nur in knapper Form die relevanten Lebensdaten des Porträtierten zu schildern. Auch die Reflexion seines Lebenswerkes erfolgt auf hohem wissenschaftlichen Niveau.“
Dr. Sven Leunig, Universität Jena, pw-Portal für Politikwissenschaft (die vollständige Rezension finden Sie hier)

„Jesenitschnig gelingt es, das wissenschaftliche Werk Lehmbruchs nicht nur zu resümieren, sondern auch durch die Einordnung in die allgemeine politikwissen-schaftliche Diskussion einer kritischen Würdigung zu unterziehen. Sein Text zeichnet sich durch eine große Souveränität der Argumentation und der Sprachgestaltung aus.“
Prof. em. Wilhelm Bleek, Politische Vierteljahresschrift, Heft 1/2012 (die vollständige Rezension finden Sie hier)
Extras zum Buch
Inhaltsverzeichnis des Buches

Interview des Verfassers mit Prof. Dr. Gerhard Lehmbruch

Wichtige Sachbegriffe zum Inhalt des Buches:
  • Vergleichende Politikwissenschaft
  • Westliche Demokratien
  • Demokratienvergleich
  • Staat-Verbände-Beziehungen
  • Interessenvermittlung
  • Politisches System Deutschlands
  • Parteiensystem Deutschlands
  • Geschichte der deutschen Politikwissenschaft
  • Geschichte der österreichischen Politikwissenschaft
  • Geschichte der Schweizerischen Politikwissenschaft
  • Wertfreiheitspostulat empirisch-analytischer Wissenschaft